Dienstag, 10. November 2009

Bedauern, Zusammenfassung











Liebe Leser,
zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass es mir nicht gelungen ist, den Blog stets zu aktualisieren. Der Grund: Mangelnde Stringenz und zu viel zu tun.

Die Ereignisse der letzten Monate kann ich anhand einiger Höhepunkt zusammenfassen:
Da war der Besuch eines K1-Fights in Olympic Park in Seoul, der Besuch der Wahlparty der Deutschen Botschaft im Goethe-Institut (mit erfreulichem Ausgang, soviel sei zur persönlichen Meinung des Autors preisgegeben), zahlreicher Abendeinladungen (häufig ins Sheraton, folglich bin ich da schon Stammgast und werde mit Namen begrüßt) und Shoppingtouren und einer krass einschneidenden Veränderung: Dem Beginn des Koreanischkurses, vier Stunden jeden Vormittag von 9 bis 13 Uhr. Leider ist der Kurs überhaupt nicht für westliche Ausländer konzipiert, weswegen das Ganze mitunter recht schwer fällt. Trotzdem sind die Fortschritte deutlich erkennbar, ein Bier und alles was dazu gehört in koreanisch zu bestellen - kein Problem, ebenso nach dem Weg fragen etc. (reicht eigentlich mehr als aus, oder?)

Letztes Wochenende besuchten wir dann Busan, die zweitgrößte Stadt Koreas im Süden der Halbinsel. Die 4 Mio. Einwohner Hafenmetropole gefiel mir auf Anhieb wegen ihres milderen Klimas, des mediterranen Flairs und des pulsierenden Nachtlebens, das wir auch reichlich auskosteten.
Fotos sollten bald folgen, da ich selber ungern Kameras mitnehme, bin ich auf den Transfer von anderen angewiesen.
So, ich hoffe nun, in Zukunft wieder regelmäßiger hier berichten zu können.

P.S.: Das Seegefecht zwischen der süd- und nordkoreanischen Marine muss hier ganz in der Nähe stattgefunden haben - ich habe jedoch nichts mitbekommen. Die Koreaner haben den zwischenfall mit keinem Wort erwähnt, das zeigt mir wieder einmal mehr, dass die Gefahr gleich null ist und vom Westen nur hochgejauchzt wird.

Mittwoch, 23. September 2009

International Students Tour 2009











Jedes Jahr bietet das Tourismusbüro Incheon für alle Austauschstudenten der Universität Incheon und Inha eine zweitägige Tour an. So auch dieses Jahr.
Vorneweg: Es ist wirklich Wahnsinn, welch hoher (finanzieller) Aufwand da betrieben wird!
Der zweitägige Ausflug (inkl. zahlreicher Essen, Festivalbesuche, Bootsfahrt und Übernachtung im 5* Hotel) war umsonst, ja am Ende bekam jeder Austauschstudent gar noch ein Geschenk (Auch wenn ich meines verschenkt habe, da es eine rosa Handtasche war).
Los ging das Ganze gg. 9 Uhr morgens, auch wenn sich die Abfaht verzögerte, da mein französischer Freund aus Juan-les-Pins standesgemäß verschlief.
Als erstes besuchten wir einen traditionellen, koreanischen Palastgarten. Die Atmosphäre dort war wirklich sehr nett, friedliche, ruhig und erholsam. Das sollte sich (zumindest für mich) jedoch bald ändern, da nach dem Essen die Organisatoren der Veranstaltung, getrieben von den anwesenden Pressefotografen, unbedingt nicht-asiatisch aussehnde Studenten in koreanischer Tracht sehen wollten...Das hieß für mich, eine Stunde in der Hitze jeden Wunsch der Fotografen zu befolgen und ein unglaubliches Blitzlichtgewitter zu ertragen.
Nach diesem anstrengenden PR-Termin war ich über einen Ortswechsel doch sehr froh, und so fuhren wir direkt zum Hafen. Hier fuhr ich u.a. Schiffsschaukel (Sicherheitsstandard nicht vorhanden, sodass ich mich nicht in das Free-Fall-Ding getraut habe) und probierte Maden an einem Imbiss-Stand (Kannte ich ja schon vorher, dennoch jedes mal wieder positiv überrascht: Da entgeht der deutschen Küche so einiges!).
Anschließend stand eine Bootsfahrt auf dem Programm. Anders als bei vergleichbaren Angeboten in Deutschland ging es auf dem Boot jedoch richtig zur Sache: Halbnackte russische Tänzerinnen tanzten bereits Nachmittags um vier zu Cher auf den Tischen im Bordtheater - kein Koreaner scheint sich für ein Blick aus dem Boot zu interessieren.
Der Tag endete, nach Welcome-Diner und Check-In im selben Hotel, in dem 2002 die equipe tricolore nächtigte, erst im Hof- und dann im Nore-Bang, wo ich unter anderem wieder einmal mein Standard-Repertoire an Oasis-Liedern wiedergeben musste.
Als ich nach weiteren Terminen am Freitag (Besuch eines schrecklich langweiligen Festivals, das eher einer Messe glich) wieder auf dem Campus eintraf, brauchte ich erst einmal ein paar Stunden Ruhe.
Denn dieses Wochenden geht es schon wieder munter weiter: Zur Zeit findet hier auf dem Campus ein gr0ßes Fest statt (Eröffnug desselbigen). D.h. jeden abend meju und soju. Zudem muss ich nachher die Delegation der University of Plymouth herumführen, sowie am Freitag mit ihnen Essen gehen (eigentlich ein geiler Job!).
Am Samstag werde ich dann mit zwei Freunden zum koreanischen Kickboxen nach Seoul fahren, bevor am Sonntag auf der Wahlparty der deutschen Botschaft das hoffentlich richtige Ergebnis gefeiert werden kann!

Mittwoch, 9. September 2009

Erste Eindrücke




Am Flughafen bereits die erste positive Überraschung: Ich wurde in die Business-Class hochgebucht. Nach standesgemäßer Anreise inklusive 4-Gänge-Menü und dem ein oder anderen Bordeaux erwartete mich am Flughafen bereits ein "Buddy" mit meinem Namen auf einem Schild: Philipp Karl Eberle. Allerdings hielt er es falsch herum...


Aufgrund des Umzuges der Uni auf den neu errichteten Campus in Songdo wurde ich zunächst einmal provisorisch im alten Wohnheim untergebracht, wo ich mein Zimmer mit einem lustigen Südfranzosen aus Juan-les-Pins teilte (Wir sollten jedoch die einzigen nicht-Asiaten bleiben).


In dieser Zeit, bis zum Umzug am 1.9.2009., war noch viel organisatorisches zu erledigen.


Daneben blieb aber reichlich Zeit, die Gegend (Incheon) zu erkunden, koreanische Küche und Nachtleben kennenzulernen und, last but not least, meine alten Freunde aus gemeinsamen Tagen in England, Kyu und Anne, in Seoul zu treffen.


Nachdem ich mit Kyu bis 5 Uhr morgens das Seouler Nachtleben unsicher machte (Arbeiterkind Jörg aus K. hatte hiervon bereits geschwärmt), suchten wir ein "Jimjilbang" auf. Das ist ein traditionelles Badehaus, in welchem man für 8000 Won (ca. 4,60 Euro) einen Wellness-Bereich nutzen und auf dünnen Matten in einer Gemeinschaftshalle übernachten kann. Das alles natürlich in Extra-Kleidung und, fast schon Usus: Als einziger Europäer.


Am nächsten Tag zeigte mir Anne dann die ruhigen Seiten von Seoul (Deoksugung-Palace), traditionelle Märkte, buddhistische Tempel und ein Edelrestaurant im 43.Stock, in dem ich ein Erdinger trinken musste.


Nach diesen doch eher touristischen Aktivitäten begann der Uni-Alltag: Neben vier Stunden Koreanisch Unterricht pro Tag (fänge aber erst im Oktober an9, belege ich drei in englische gehaltene Vorlesungen sowie Golfstunden. Die Uni-eigene Golfanlagen sind fantastisch, neu und somit auf dem neuesten Stand der Technik!
In meinem nächsten Beitrag werde ich den neuen Campus der Uni vorstellen, inkl. Bilder - auch von Nordkorea, welches man fern am Horizont erkennen kann!

Abschiedstournee

Nachdem die Klausurenphase überstanden war, stand zunächst einmal eine kleine Abschiedstournee auf dem Programm:
Hierzu ging es zunächst nach Köln, dann auf ein interessantes FNF-Seminar in Gummersbach, und dann natürlich nach Großaitingen/Augsburg. Die letzten Tage vor Korea konnte ich demzufolge noch einmal richtig geniessen, inklusive leckerem Essen, Grillen und Cio-Bar...

Montag, 20. Juli 2009

Vorfreude- oder doch Anspannung?


Der Flug ist gebucht, Visum beantragt, alles steht...
Am 21.8.2009 geht es von München mit Lufthansa (Miles&More, of course!) nach Seoul, genauer Incheon, wo ich ja auch studieren werde.
So weit, so gut - wenn da nicht noch ein paar äußerst unangenehme Klausuren (Makroökonomik) und Hausarbeiten zu schreiben und (zugegebenermaßen eher angenehme) Pflichtseminare zu absolvieren wären.
So wird die Wartezeit arbeitsintensiv und demzufolge schnell vergehen!